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LOHAS im Hotel und im Wellnesshotel.


Die gesunden Hedonisten sind keine Zielgruppe, sie sind die gesellschaftliche Mehrheit.  Die  Wellnessphilosophie der LOHAS  definiert das Ziel mittelfristig oder gar langfristig den Vitalzustand des Gastes verbessern zu helfen.  Wellness wird vielerorts als etwas „einfach Konsumierbares“ betrachtet, Kosmetik, Sauna, Massagen und Treatments sind die oft einzigen Inhalte.  Es werden Wohlfühl-Trostpflaster angeboten, statt wahrer Hilfestellung. Die Frage ist dem Gast zu beantworten: Wie kann ich meinen  erreichten Wohlfühlzustand  durch Produkte, Behandlungen und Dienstleistungen auch zu Hause angekommen, erhalten oder gar verbessern? (z.B. C.O.O.C. Organic Home Spa )

Nach einer Studie von Roland Berger Strategy Consultants hat der „Zweite Gesundheitsmarkt“ in Deutschland 2007 ein Volumen von rund 60 Milliarden Euro. Die Nachfrage wächst  dabei stärker als das Angebot, laut der Studie kann eine zusätzliche Nachfrage von 16 Milliarden zur Zeit nicht gedeckt werden. Im Jahr 2000 zahlten die Deutschen aus eigener Tasche 28 Milliarden €, wird sich dieser Betrag bis auf 77 Milliarden erhöht haben.  - Ein am Kundenbedarf orientierter Wellnessbereich sollte hier seine Chancen, noch erfolgreicher zu werden, wahrnehmen. http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Magazine/MagazinWirtschaftFinanzen/061/sb-zweiter-gesundheitsmarkt.htmlhttp://www.fitness.com/shapeimage_14_link_0

Bewegung bedeutet auch Spiritualität. Verweisen möchten wir hier auf das Spiegel-Dossier „ Die Heilkraft der Bewegung “. Ergebnis zahlreicher Nachforschungen: Körperliche Bewegung, Fitness, Gymnastik, Yoga, Pilates, die Natur erleben und den Körper spüren beim Laufen, Radfahren, Walking wirken nicht nur im hohen Maße präventiv, sondern selbst dann wenn Patienten schon an Krebs, Herzleiden oder Depressionen erkrankt sind - oft ist Bewegung dann wirksamer als Medizin. Bewegung hilft seinen eigenen Körper mehr zu spüren, Bewegung schafft eine neue Realität, Ichbezug - oder Selfness.  (z.B. Yoga - Pilates )

Selfness und Selbstkompetenz sind zwei Begrifflichkeiten der LOHAS. Präventiv seinen Gesundheitszustand in einem möglichst optimalen Steady State zu halten, sich erst gar nicht mit stress-, aktivitäts- und ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten auseinander setzen zu müssen, ist eine Leitidee jeden LOHAS.  Matthias Horx, der wohl bekannteste Trend- und Zukunftsforscher ist derjenige der den Begriff Selfness definiert hat, reaktive, rezeptive Wellness, proaktive Balance und Wohlfühlen mit dem Ziel eines gesunden Körpers und Seelenzustandes.


Wellness im Sinne der LOHAS bedeutet Behandlungen und Treatments anzubieten, die  sich auf Regionalität,  Authentizität und  den Einklang mit der Natur beziehen. „Terroir“ ist dabei ein „must“.   Ayurveda, Lomi-Lomi, Shiatsu sind  für LOHAS unter dem Begriff "Ethnic Health" sinnhaft, doch nur wenn sie authentisch sind, übergangslos im genetischen Code des Hotels implementiert sind.  Vorsicht ist geboten beim Umgang mit dem Wort Spiritualität und Glaube.  (z.B. Ayurveda Akademie )

Photos: Dorint Bad Brückenau, eigen