FOCUSONBUSINESS

HOMEFocus_on_Business.html
ARTIKELArtikel_Focus_On_Business.html
IMPRESSUMImpressum_focus_on_business.html
KONTAKTmailto:focusonbusiness@mac.com?subject=Kontakt%20FocusOnBusiness
BusinessempfehlungenBusinessempfehlungen.html
EVENTS:Messen_sind_out_1.html
2008Focus_on_Business_Mallorca_2008.html
2009Focus_On_Business_2009_LOHAS_HOME.html
Kerngeschäft MenschKerngeschaft_Mensch_Edgar_Geffroy.html
 
 

Wird ein umfassendes Angebot mit Saunaland-schaft, Indoorpool, Behandlungskabinen, Ruhe-räumen und Fitness Lounge realisiert, sollte das Spa mind. 600 qm groß sein. Aber auch kleinere Spas ohne Pool und Fitnessräume mit einer starken Konzentration auf Körper- und Beauty-Anwendungen mit 300–400 qm können durchaus erfolgreich sein.


Welche Möglichkeiten sollte man sich für spätere Erweiterungen offenhalten?


Gehen Sie einmal vom Best Case aus, dass Ihr Spa schon nach kurzer Zeit aus allen Nähten platzt, weil Sie ein tolles Konzept gut umgesetzt haben. Damit die Dienstleistungsqualität und die Qualität der Hardware nicht leiden, ist eine Erweiterung

mit Sicherheit sinnvoll. Diese räumliche und angebotstechnische Erweiterung sollte idealer-weise schon bei der Realisierung des ersten Bauabschnittes mit angedacht worden sein. Denn Märkte, Menschen und deren Bedürfnisse verändern sich und Spa-Immobilien und ihre Betreiber sollten darauf vorbereitet sein.

 
zurück 1 Spa_Planung_und_Konzeption.htmlshapeimage_11_link_0

Das könnte z.B. so aussehen, dass man eine zusätzliche Etage auf das existierende Spa aufsetzt und so eine logische Verbindung auch in puncto Verkehrswege schafft. Ein Beispiel ist das Vital Spa im Hotel Freizeit In, Göttingen. Dort wurde im ersten Bauab-schnitt sogar schon der Rohbau des 1. OG mit 300 qm errichtet, weil das günstiger war, als den Bereich in zwei bis drei Jahren komplett zu bauen. Auch wenn man noch nicht wusste, was kommt, wurde aus Gründen der schnellen Marktentwicklung dieser Schritt gewagt.


Wird ein Spa kapazitätstechnisch vergrößert, werden in der Regel zusätzliche Behand-lungskabinen, Double Treatment-Räume oder auch Private Spa-Einheiten hinzuge-fügt. Oft kommen auch zusätzliche Ruheräume mit Attraktionen wie besonderen Multifunktionsliegen oder einer Besonnungs-landschaft hinzu, außerdem Schlafräume und Kaminzimmer. Für externe Day SPA-Gäste werden im zweiten Schritt oft auch die Umkleidekabinen, die Lounge und der Verkaufsbereich vergrößert.


Die Mindestanforderung an ein Spa ist heute, dass es keine Mogelpackung ist. Was Sie in Ihrer Werbung für Ihr Spa verspre-chen, sollten Sie auch zu 100 % halten. Da der Qualitätsanspruch der Kunden weiter steigt, sollte die Spa-Hardware funktional und immer gepflegt sein. Hygiene und absolute Sauberkeit im Spa sind oberstes Gebot. Alle Bereiche des Spas sollten qualitativ auf einer Stufe stehen und nicht abfallen. Ebenso sollte die Dimensionierung der einzelnen Bereiche aufeinander ab-gestimmt sein, so dass der Gast sich in jeder Abteilung wohlfühlt.


Mindestkriterien für ein Spa sind:ein Saunabereich (mind. 2–3 Kabinen) mit ausreichend Sitzplätzen,   ein grosszügiger Duschbereich (Erlebnisduschen), ein Frei-luftbereich, Ruheräume mit genügend Liegen und Sitzmöglichkeiten, ein Indoor-pool mit mindestens 60 qm, 4 oder mehr große Behandlungskabinen (mindestens 12 qm groß) mit Körperanwendungen und Kosmetik, ein Fitnessbereich mit mind. 50 qm und fachlicher Betreuung bzw. Kursen (Tai-Chi, Yoga, Pilates ,  etc.). Die textil-freien Bereiche sollten grosszügig und funktional sein und dennoch Privat-sphäre bieten, so dass der Gast sich nicht wie auf dem Präsentierteller vorkommt.


Moderne Errungenschaften. Im Trend liegen momentan Double Treatment-Kabinen und Private Spas, in denen gleichzeitig zwei oder mehr Gäste behandelt werden können. Wenn Investitionskosten und mög-licher Ertrag in angemessenem Verhältnis stehen, ist dies durchaus eine vernünftige Investition für den Betreiber, da sich als Zielgruppe auch Kleingruppen oder Firmen eignen und Packages bzw. Incentives an Unternehmen verkauft werden können. Bei teuren Spa-Suiten stellt sich die Frage, ob diese nur aus Marketing- und PR-Gründen das Spa bereichern sollen oder ob ein wirkliches Vermarktungskonzept dahintersteckt, um die hohen Investitionen in die Hardware zurechtfertigen.

Ein aktuelles Beispiel für die Dimensionen eines zukunftsfähigen Spas in einem Vier-Sterne-Superior-Hotel:


Im Winter 2006 eröffnete der Öschberghof, ein Tagungs-, Wellness- und Golfresort mit insgesamt 73 Zimmern, sein neu erweitertes Spa auf zwei Ebenen und insgesamt 1.800 qm mit einem grosszügigen Außenbereich und Dachterrasse. Die Gäste erwartet hier ein hochwertiges und umfangreiches Angebot mit:


• großer Saunawelt inkl. Laconium, Dampfbad, Blockhaussauna  auf der Dachterrasse

• Erlebnisduschen, Schneeiglu, Sonnenwiese, Wasserbetten

• Kaminzimmer  • Vital Bar

• grosszügigen Duschen und Umkleiden

  1. acht Behandlungskabinen

  2. Kosmetikinstitut mit weiteren vier Kabinen

• Friseur mit vier Behandlungsplätzen

• Fitness Lounge

•50 m Indoorpool und Whirlpool


Aktuell wird das Spa aufgrund erfreulicher Auslastung erneut erweitert: Für spezielle Zielgruppen soll ein vergrößerter Fitnessbereich mit neuesten Geräten als Top Health Club entstehen, zudem ein separater Kursraum für Tai-Chi, Yoga und Pilates und weitere multifunktionale Behandlungskabinen, evtl. auch ein Private Spa. Die Spa-Zielgruppe sind hauptsächlich Hotelgäste und anspruchsvolle Tagesgäste für die Luxusbehandlungen. Zu-sätzlich gibt es eine limitierte Anzahl hoch-preisiger und begehrter Jahreskarten.

Praxisbeispiel: der Öschberghof

Seite 2:   Spa-Planung und Konzeption • Is BIG beautiful? 

Jörg Hidding • Referent bei Focus On Business