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Salus per Aquam: Gesundheit durch Wasser. Und was ist mit Keimen und Bakterien die in Wannen, Pools und Duschen fröhlich ihr Unwesen treiben? In einem Schweizer Luxushotel rief eine Woche nach seinem Aufenthalt ein Gast an und kündigte Schadensersatzforderungen an.

Zwei Tage nach seiner Wannenanwendung im SPA habe er eine Blasenentzündung bekommen; Schuld sei natürlich ganz eindeutig das Hotel. Arztkosten und Schadensersatz wegen entgangener Urlaubsfreuden wurde eingefordert. Ein Scherz, glauben Sie? In öffentlichen Pools zu schwimmen, sei eine Form erhöhter Risikobereit schaft, scherzte der Inspekteur des beauftragten Hygieneinstituts aus Zürich. Ansonsten war die Angelegenheit für alle Beteiligten wenig erhei-ternd. Zum Risiko Management gehört in diesem Fall nicht nur die regelmäßige und gründliche Reinigung der Wanne und ihrer innenliegenden Rohrsysteme, sondern auch die lückenlose Dokumentation dieser Reinigung.


Dramatische Folgen hatte die mangelnde Kontrolle und Instandhaltung der Fitnessgeräte in einem amerikanischen SPA: Während eines simulierten Sprints auf einem Ergometer brach der Lenker, der Gast stürzte und ist seit dem querschnittgelähmt. Wer glaubt hier sei ausschließlich der Hersteller der Fitnessgeräte in der Schadensersatzpflicht, irrt. Noch dramatischer waren die Ereignisse die Folgen einer Kosmetik-Behandlung Ende Januar in Lippstadt: die Kundin starb an einer unsachgemäß gesetzten subkutanen Betäubungsspritze. Paranoid, wer solche Gefahren in seinem SPA sieht, denken Sie? Mag sein. Aber wenn Paranoia Leben retten kann?

Heisse statt warme Öle, defekte Wärmedecken, allergische Reaktionen; dies sind nur drei der vielen Gefahrenquellen denen Gäste in Körperbehandlungen ausgesetzt sind. Und die Behandler? Dauernde Fehlhaltungen oder falsche Belas-tungen einzelner Körperpartien führen unter Umständen zu lang andauernden Fehlzeiten bis hin zur Berufsunfähigkeit. Risiken, denen es vorzubeugen gilt, bevor finanzielle Schäden zu beheben sind. Und dass Sauna und Dampfbad nicht risikolos sind, ist wohl sowieso jedem Betreiber klar.


Von Brandgefahr und nicht abgedeckten Dampfaustrittsdüsen bis zu kollabier-ten Gästen reicht die Bandbreite der anzunehmenden Desaster.  Wann haben Sie zuletzt den Notfallknopf in Ihrer Sauna ausprobiert? Und die Zeit gestoppt bis ein Mitarbeiter gekommen ist? Ist überhaupt jemand gekommen oder reagieren die Mitarbeitenden gar nicht mehr weil andauernd Gäste den Notfallknopf für den An/Aus Schalter halten? Kennt die örtliche Rettungsstelle den schnellsten und einfachsten Zugang zu Ihrem SPA?


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Gefahrenquellen lauern überall:  An der Rezeption wird mit vertraulichen und hochsensiblen Daten (Gesundheitsinformationen und Kreditkarten, um nur zwei Beispiele zu nennen) umgegangen. Verstöße gegen den Datenschutz oder die missbräuchliche Nutzung von Kreditkartennummern können zu ernsthaften Problemen führen. Nicht nur zu finanziellen. Was tun Sie aktuell um sich gegen Datenverlust und seine Folgen zu schützen? Sind alle Mitarbeitenden im korrekten Umgang mit Kreditkarten geschult?   

Seite 2: Risk Management im Spa • Spa Management  

Wilfried Dreckmann  Referent  bei Focus On Business