FOCUSONBUSINESS
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Umsätze rauf – Kosten runter. Wer SPA Management auf diese beiden Schlagwörter reduziert, muss nicht zwangsläufig erfolgreich sein. Und dennoch: Die Quintessenz dieses Artikels ist genau dies: um schwarze Zahlen im SPA schreiben zu können, gibt es nur diese beiden Stellschrauben.
Fangen wir hinten an, also bei der Kostenreduzierung; aber dafür bei den hohen Nummern, den Kosten für das Personal.Die Kosten lassen sich grob einteilen in Personalkosten, Energiekosten und Betriebskosten. An den hohen Kosten für das Personal einer Wellness-Anlage läßt sich realistisch nur wenig ändern. Zwar gibt es Konzepte die Wellness mit wenig Manpower anbieten, doch in den allermeisten Fällen sind SPA Dienstleistungen sogenannte 1:1 Behandlungen. Für eine Behandlung von einem Gast wird ein Therapeut gebraucht.
Die Diskussion über zu hohe Gehälter für SPA Management und Behandler ist obsolet. Der Markt regelt dieses Thema; wer preiswerte Mitarbeiter sucht und einstellt, kann keine erstklassigen Behandlungen anbieten und kann entsprechend keine hohen Preise ansetzen. SPA und Wellness defi-nieren sich wesentlich über die Qualität der persönlichen Dienst-leistungen. Dennoch: optimierte und flexible Einsatzpläne, multi-funktionale Mitarbeiter und die richtige Mischung zwischen fest angestellten und freien Mitarbei-tern bergen immer wieder Poten-tial zu Reduzierung von Personalkosten.
Energiekosten sind das zur Zeit am stärksten diskutierte Thema. Die ständig steigenden Kosten für den Einkauf von Strom, Gas und Öl lassen seit Monaten selbst die solidesten Budgets in Hotellerie und Freizeitgewerbe zusammenbrechen.
Sauna und beheizte Pools sind Energiefresser; welche Maßnahmen können helfen die Kosten in diesen Bereichen zu senken? Wärmerückgewinnung in der Sauna lassen nicht nur die Energiekosten um bis zu 75% sinken sondern sind auch umwelttechnisch sinnvoll. Allein die Abdeckung von Aussenpools kann für eine Verringerung der Energiekosten um 65% sorgen. Für bestehende Betriebe bedeutet dies in aller Regel eine Investition, eventuell verbunden mit einem temporären Umsatzausfall wegen Umbauarbeiten.
Auf jeden Fall wichtig ist eine fundierte Beratung zu den Möglichkeiten Energie einzusparen und zu notwendigen Maßnahmen um den Energiebedarf dauerhaft zu senken. Hilfe bietet hier die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Sowohl die Energiespar-Beratungen als auch Investitionen im Rahmen der empfohlenen Energiesparinvestitionen können aus einem Sonderfond der KfW gefördert werden.
Was Sauna, Aircondition und Pools nicht verbrauchen, wird durch dauerbrennende Lampen in Lagern und Personalräumen, durch unsachgemäß genutzte Heizungen, sowie von kontinuierlich in Betrieb befindlichen Waschmaschinen und Trocknern verbraucht. Wer hier Kosten senken will, muss wachen Auges durch sein SPA oder Wellness Anlage gehen und betriebliche Abläufe genauso unter die Lupe nehmen wie die eingeschliffenen Gewohnheiten der Mitarbeiter. weiter 2
Schwarze Zahlen im Spa • Spa Management • Wilfried Dreckmann
Referent bei Focus On Business