FOCUSONBUSINESS
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Die Höhe der übrigen Betriebskosten entscheidet sich bereits bei der Planung der Anlage. Schmutzabweisende Bodenbeläge und pflegeleichte Materialien lassen Reinigungskosten niedriger werden. Angefangen bei den Zeitkosten bis zu den Kosten für die Putzmittel. Hier gilt es Schönheit und Design mit Funktionalität, Kosteneffizienz und Arbeitsschutz in Einklang zu bringen. Architekten und Innenarchitekten allein können dies manchmal nur bedingt leisten, gut beraten ist wer hier ein Team von Profis aus den unterschiedlichen Bereichen an der Planung beteiligt.
Die Versorgung mit Frischwäsche und die Entsorgung der Schmutzwäsche ist ein weiteres Thema dass von Anfang an konzeptionell und kalkulatorisch geklärt werden muß. Hier nachzubessern oder zu verändern geht in der Regel nur in eine Richtung: Outsourcing der internen Dienstleistung. Nachträglich eine Wäscherei einzubauen gelingt in den wenigsten Fällen. Gleichzeitig ist die Vergabe dieser Arbeiten an einen externen Dienstleister in aller Regel auch die kostengünstigere Alternative.
Das Produkt Wellness ist hoch emotional, soll gleichwohl aber eine fühl- und sichtbare Wirkung haben. Nonsens-Behandlungen, die lediglich mit griffigem und trendigem Vokabular darauf abzielen Gäste anzulocken, sind letzten Endes kontraproduktiv. Umsatzstark sind die Anlagen in denen mehr Wert auf Qualität als auf Effekthascherei gelegt wird. Die angebotenen Beautyprodukte und Merchandising Artikel müssen auf die Zielgruppe abgestimmt sein. Wer in einem 4 Sterne SPA eine Tagescreme zum Vielfachen des Übernachtungspreises anbietet, darf sich nicht wundern wenn der Verkauf stockt. Der Wurm muß dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.
Vor Jahrzehnten galt der Satz: pro Behandlungsminute 1 DM. Dass damit der durchschnittliche Umsatz gemeint war und sich die Zeiten und vor allem die Inflationsraten geändert haben, scheint mancherorts noch nicht angekommen zu sein. Zu oft findet man auf den Preislisten der SPA und Wellness Betriebe noch die einfache Kalkulation 30 Minuten Massage – 30 Euro. Doch Preisbildung im Spa in weitaus komplexer. Unterschiedliche Wareneinsatzkosten, unterschiedliche Mitarbeiterqualifikationen und nicht zuletzt trendige Behandlungen rechtfertigen unterschiedliche Preise für die gleiche Behandlungsdauer. Manch Kosmetikhersteller bietet bereits ausgefeilte Kalkulationshilfen für Behandlungen mit seinen Produkten an; darin sind Wareneinsatzkosten bereits enthalten, die Kosten für Raum, Mitarbeiter, Abschreibung sowie der gewünschte Aufschlag etc. lassen sich eintragen. Auch Yield Management ist im Spa ist möglicherweise angebracht. Wer seine Anlage montags bis donnerstags oder am Vormittag besser auslasten will, darf für diese Zeiten auch Sonderpreise ansetzen. Allein wer seine Mitarbeiter darin trainiert die höherwertigen und effizienteren Behandlungen anzubieten, erfährt Umsatzsteigerungen ohne wirklich viel dafür tun zu müssen, weiter 3
Wo über Wellness gesprochen wird, ist das Wort Wasser in aller Munde. Antworten auf die Frage nach der Wasserauf-reitung mit all seinen Facetten haben deswegen sowohl bei der Planung als auch bei laufendem Betrieb Auswirkungen auf Ange-botsqualität und Kosten. Auch hier gilt: qualifizierte Beratung durch ein unabhängiges Ingenieurbüro wie zum Beispiel das Büro Möller Meyer in Düsseldorf hilft rechtzeitig die Weichen zu stellen für spätere Kosteneffizienz.
Marketing ist alles – und alles ist Marketing. Kostenreduzierung allein verbessert das GOP, Umsatzerhöhungen machen außerdem auch noch Spaß und sind ein Motivationsfaktor für Spa Management und Mitarbeiter. Aber wie geht das? Die klassischen 4 P des Marketing (Product, Price, Promotion und Place) greifen selbstverständlich auch hier; erst recht wenn man sie um die weiteren P’s des Marketing (Personnel, Process und Physical Facilities) erweitert.
Wilfried Dreckmann beim Focus On Business Event Mallorca 2008
Seite 2: Schwarze Zahlen im Spa • Spa Management • Wilfried Dreckmann Referent bei Focus On Business